| "Frühjahr 1991 im Schul- und Bethaus Altlangsow stellen
sich Teilnehmer |
| des Symposions vor, mit dabei Frau Hella Horstmeier aus Berlin,
sehr gerade |
| sitzend, beim Zuhören immer wieder mal zwei kurze ja,ja sagend. |
| Im Jahr darauf kommen Marmorblöcke aus Italien. Die Arbeit
beginnt. |
| Mein Relief braucht die Wand. Außerdem möchte ich hier
nicht mit Maschi- |
| nen arbeiten. So laß ich den Block etwas abseits, am Hang
zwischen Büsche |
| stellen, windgeschützt, die Weite des Oderbruchs im Rücken. |
| Die Hella, nicht weit von mir platziert, fragt, ob ihr Maschinenlärm
sehr be- |
| lästigt. Na, geht so. Wir unterhalten uns angeregt über
Henry Moore, stellen |
| fest, das wir das gleiche Buch über Giacometti gelesen haben. |
| Gegenseitige Mißverständnisse, als solche ausgesprochen
(eine Baracke ist |
| auch im Osten kein Bungalow- deutschen Wein nimmt man nicht mal
zum |
| Kochen!) werden wenig später belächelt. Stundenlang
bearbeitet Hella den |
| Stein. Buffi, ihr Hund, liegt daneben, umhüllt von Staub,
matt vor Hitze, |
| scheinbar unberührt vom Krach der Schleifmaschine. |
| Der Generator verstummt. |
| Hellas Lachen klingt über den Krugberg, verliert
sich irgendwo zwischen |
| rotem Mohn und blauen Blumen. Bei Hellas fällt
mir Griechenland ein und |
| denke an das Traumreiseland meiner Kindheit und Jugend. |
| Nun wirds aber Zeit, den Traum zu verwirklichen. Schließlich
haben wir ein |
| offenes Europa, oder ?" |
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| E.Thoms |
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